Aktives Beobachten
Die Quantenphysik hat ein Paradoxon des Beobachtens aufgeworfen.
Demnach verändert ein Beobachter mit seiner Wahrnehmung das Objekt.
Oder anders ausgedrückt, das Objekt sieht sich aus einer anderen Sicht
(der des Beobachters) selbst. Beobachten ist somit aktives Tun, ein
beeinflussen der Zustände über die Wahl, was und wie beobachtet wird.
In der Gegenwart sein und zeitlos sich selbst und die Umwelt beobachten,
ermöglicht darüber hinaus auf vier Dimensionsebenen das aktive Verändern
von Zuständen.
Eindimensionales Beobachten
(x-Achse) leitet die Aufmerksamkeit von der empfundenen Vergangenheit über
die Gegenwart in die vermutete Zukunft. Jedes War-, Ist- und Wird-sein-Feld für sich
genommen zeigt, wo wir stehen. Wie viele Geister hängen nur im Gestern oder nur
nur im Morgen? Interessant ist, die Realität aus allen ihren Aspekten der philosophischen
Vergangenheit (was war geschehen, was bedeutet das für uns heute in der
Gegenwart und welche Auswirkungen wird das haben) zu verifizieren.
Wenn Sie in Ihrer Aufmerksamkeit den Fluss der Geschehnisse und nicht nur
einen Ausschnitt betrachten, werden Sie im Leben künftig einige Fehler vermeiden
oder leichter verstehen, weshalb überhaupt Fehler entstanden sind.
Zweidimensionales Beobachten (z-Achse) bezieht ebenfalls das Wahrnehmen in
die drei philosophischen Zeiten ein, betrachtet aber Alternativen. Zum Beispiel, was
wäre geschehen, was geschieht, wenn ich in Varianten (Plan A, B, C, D, ...) handle?
Eindimensional arbeitende Gehirne sehen nur eine Lösung für ein Problem. Wenn
die eine Lösung nicht taugt, stellen sie weiteres Handeln ein. Zweidimensionale
Wahrnehmung springt sofort auf alternative Vorgehensweisen.
Dreidimensionales Beobachten (y-Achse) bezieht die drei philosophischzen Zeiten
ein, alle möglichen Varianten des Vorgehens (Herausforderung des Intellekts) und
wechselt zusätzlich in der Person (Sichtweise aus Blickwinkeln einer anderen Person).
Diese dreidimensionale Wahrnehmung bezieht Lösungen ein, die nicht nur Sie, sondern
auch andere erwägen würden. Damit erhöhen sich die Wahlmöglichkeiten der Realität
um ein Vielfaches.
Vierdimensionales Beobachten verlässt nun völlig die beiden Betrachtungsstand-
punkte Ihrer Person oder von empathisch empfundenen Personen. Es findet
nicht mehr eine Betrachtung von einem Zentrum aus nach hinten und vorne,
rechts und links, oben und unten statt; Sie betrachten sich losgelöst vom
Zentrum als umkreisendes Objekt und von dort in alle Richtungen in ein Zentrum
hinein. Sie sind in Ihrer Aufmerksamkeit überall, jetzt, in der Gegenwart, in der sich
Vergangenheit und Zukunft einen, in Alternativen, in allen nur denkbaren Betrachtungs-
positionen und Wahrnehmungen.
Sie kreisen beispielsweise in der Aufmerksamkeit wie ein Elektron in der Heisen-
berg´schen Unschärfenrelevante um einen zentralen Kern, und gleichzeitig sehen
Sie sich vom Kern aus, wie Sie sich peripher selbst betrachten (vollkommenes
Gegenwartsbewusstsein).
Wir wählen, welche Dimension wir wahrnehmen
Spätestens jetzt würden Sie verstehen, weshalb die Realität nicht so sein kann, wie
sie sich uns und nur aus einseitiger Sicht darstellt. Aber Sie würden sie annehmen,
wie sie jetzt für Sie (und für andere) allein schon in der Aufmerksamkeit variabel
sein kann. Sie wählen, welche dieser Wahrnehmungen Sie bevorzugen.
Sie hätten erreicht, Illusionen zu durchschauen und das Sein neu zu definieren.
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