Oft enstehen Fragen wer oder was sind wir,
bin ich, bist du? Die Quantenphysik liefert die
Antworten. Zum Beispiel die Heisenbergsche 
Unschärfenrelation. Sie sagt ganz banal:
Wir sind weder das eine noch das andere,
wir sind beides, je nachdem wie wir es
betrachten.

Der Königsweg

Glaubensfrage
Die christliche Kultur basiert auf dem Glauben an Gott. Sei es über die
verschiedenen Religionsabwandlungen, Institutionen, Kirchen, Schriften,
Bibelauslegungen, Interpretationen von Offenbarungen, Prophezeiungen
oder persönlichen Erfahrungen.
Dabei ist jedem freigestellt, an einen persönlichen Gott zu glauben, so wie
er verstanden und gelebt werden kann. Oder eben nicht an Gott zu glauben.
Dem Menschen ist die freie Wahl gegeben, sich in seinem Glauben selbst
einzuordnen, zu welchem Gott er stehen will.

Wahlfreiheit
In dem Für und Wider sind die Argumente beachtenswert, welche in Gott
den universalen Weltenschöpfer anerkennen, d.h. Gott mit allem was ist
in Verbindung zu bringen. Die Betonung liegt in allem, was ist.
Im alles was ist, gibt es das Gute wie das Böse, das Positive wie das
Negative, Oben und Unten, Innen und Aussen; nicht nur das Eine oder
das Andere, sondern alles in Einem (Singularität). Gott ist demnach die
nach seinem Bilde geschaffene Schöpfung selbst, die Natur, ihre Gesetze,
Muster, Kräfte, Interaktionen, Konglomerate, Manifestationen, alle für uns
wahrnehmbare Dimensionen des Seins.
Die freie Wahl des Menschen ist auch seine Qual oder Erlösung, sich für
die Dimension zu entscheiden, an die er glaubt. Er glaubt aber nur an das
was er sieht; oder er sieht nur das, an was er glaubt. So lebt der Mensch
nach seinem Glauben; und nach seinem Glauben wird ihm geschehen,
das ist sein Leben.

Lebensorientierung
In der Betrachtung unseres Lebens erkennen wir unser Wahl, an was
wir glauben. Ist es ein glückliches Leben, kann auf eine glückliche Wahl
geschlossen werden. Sind die Lebensumstände weniger glücklich, haben
wir immer die Wahl, uns neu zu orientieren. Die Situation der umfassend
verfügbaren Information macht es unmöglich, noch davon auszugehen,
sich im "nicht Wissen" zu verstecken, wie eine Neuorientierung aussehen
kann. Es gibt stets mehr Orientierungsmöglichkeiten als wir zunächst
wahrhaben wollen. Die "Zeiten" sind vorbei, in denen Wissen vorenthalten
und Menschen durch "Dummheit" unterjocht werden konnten. Daraus
entstanden ja zur Genüge bekannte Abhängigkeiten und Missbrauch
von Macht, die Wege zur Erkenntnis zu verhindern, um sich persönlich
daran zu bereichern. Hier darf sich jeder fragen, was einen behindert,
sich frei zu orientieren und ob es dieses Hindernis überhaupt braucht.
Am Schluss ist der wahre Grund der Behinderung schnell gefunden,
die persönliche Dummheit. Dummheit aus Trägheit oder um sich darin
vor Lebensveränderungen zu schützen?

Wir bestimmen unsere Lebensrichtung selbst
Was hat Gott mit unserem Leben zu tun? Wer sich der Wahl anschliesst,
Gott in sein Leben zu lassen, handelt weise, Gott ganz in sich zuzulassen
und nicht nur als Alibi oder für rührende Momente an bestimmten Wochen-
tagen oder zu besonderen Anlässen. Gott ganz in sich zuzulassen, bedeutet
zuerst einmal mutig zu sein, sein kleinliches und egobasierendes Leben
zu öffnen. Die Geste, Gott einzuladen, in sich Wohnung nehmen zu lassen
ist gleichzusetzen wie, alles in sich zuzulassen und es zu leben. Nichts
hindert einen mehr daran, in der Wahl, sich auf das zu fokussieren, was
einen dabei von Allem am meisten glücklich macht. Diese Fokussierung
auf das wünschenswert Glückvolle, ist nichts anderes als der Glaube
daran, dass es sich manifestiert. Wählen wir den Glauben an das Unglück
vor dem wir uns schützen wollen, manifestiert sich Unglück. Wählen wir
den Glauben an das Glück, was uns im Guten widerfährt, manifestiert
sich das Gute. Die Richtung, in die wir gehen, in der kommen wir weiter
und an.
Da wir immer nur in eine Richtung gehen können, gibt es auch nur ein
Ankommen in dem was wir gerade Glauben. Jeder mag sich selbst prüfen,
welche Richtung er geht. Alle Hinweise, welches Ziel dabei das richtige ist,
liegen ausschliesslich in uns.

Beseelte innere und äussere Wege
Unsere Lebensziele und Wege sind durch unsere Seele vorgegeben.
Sie hat entschieden, welche Erfahrungen für sie wichtig sind. Dazu hat
sie uns mit Gottes Hilfe erschaffen, um diese Erfahrung zu leben.
Bedeutet, mit Gottes Hilfe erschaffen, dass die Seele selbst Teil
Gottes ist? Gemäss der Annahme, dass Gott alles ist, ja. Dann ist auch
unser Bewusstsein, Erinnerungen, Erfahrungen, Wahl, Ego, alle Entschei-
dungen über die Lebensrichtung und den Lebensweg, bis hin zum
Ankommen ein Teil von Gott? Ja, Gemäss der Annahme, Gott ist alles.

Diese Annahme empfiehlt  einerseits Demut, vor der Grösse Gottes, alles
zu ermöglichen und nochmals Mut, dieses Angebot jetzt wahrzunehmen.
Nicht irgendwann, sondern heute, hier und und zwar sofort. Jeder
Augenblick wäre viel zu schade, darauf zu verzichten und sein Glück
weiter zu versäumen. Die Annahme Gott ist in Allem, stellt zudem die
Trennung von Gott, Seele, Bewusstsein, Ego, ich, du, wir, das Andere
in Frage. Es gibt nichts Getrenntes, alles, was ist, ist in eine singuläre
Einheit gefasst. Das Andere wird zum "wir", das "Wir" sind Du und ich,
sind Eins. So auch jeder Weg den wir gehen, er ist eins mit Gott.
Nochmals, wir haben die Wahl, welchen Weg wir gehen wollen, wählen
wir also beseelt die Wege, die wir insgeheim ausgesucht und die uns
glücklich machen. Und, es gibt dabei keine Anlässe, einen unglücklichen
Weg  zu wählen.

Der Königsweg
Menschen sind Wesen mit angeborenem Zweifel. Diese Eigenschaft
hat den Nutzen, stets das Beste für sich zu wählen und dann zu tun.
Konstruktiver Zweifel ermöglicht Richtungsänderungen, wenn das Tun
nicht zum besten führt. Destruktiver Zweifel lähmt den Menschen und
lässt ihn im Unglück verharren. Es gibt genügend Wege, destruktiven
Zweifel, Unsicherheit, Ängste, Mut- und Hoffnungslosigkeit in Gewissheit,
Selbstwertempfinden und in ein gesundes Selbstbewusstsein zu wandeln
– indem wir die richtige Wahl und Richtung treffen. Es liegt nur an uns,
den Königsweg zu erspüren, der dahin führt. Und es liegt an uns, den
Weg dann auch zu gehen, "richtig" zu handeln.

Wer seinen Weg kennt, wählt in Folge auch die richtigen Mittel dazu.
Die Mittelwahl ist eine Herausforderung für sich. Gut beraten ist die Wahl,
nicht getrennt, sondern gemeinsam mit Gleichgesinnten zu marschieren,
die auf gleichem Weg, das Selbe wollen. Der grösste nur denkbare
gemeinsame Nenner ist Gott. Die gottgegebene grösste Schnittmenge
unter allen Möglichkeiten ist Christus. Christus ist sozusagen der Kitt,
welcher die Welt zusammenhält, alles mit allem in Verbindung bringt
und in Übereinstimmung sein lässt. Christus hat eine unüberwindbare
Kraft die das ermöglicht: die Liebe. Es gibt unter vielen Menschen einen,
der diese Liebe vorlebte wie kein anderer: Jesus. Jesus, lässt uns
hoffen, das Gleiche und noch viel mehr zu tun, wie es nach ihm auch
viele Menschen auf ihre Weise getan haben die seinem Weg folgten.
Und darin liegt die wahre Herausforderung, seinen Weg in Liebe zu
gehen, Christus in allem als verbindende Kraft und Hilfe zu erleben
.
Dann finden Wege, Erfahrungen, der Mensch; dann finden wir zu
unserer Seele zurück, erkennen uns in Christus und als Teil Gottes.
Das ist der Königsweg.